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Irak

Abschieben, weil im Irak kein Krieg ist

CSU-Stadtrat will Iraker abschieben Jugendliche sollen zur?ck, weil "dort kein Krieg herrscht"

Ein Containerbau im M?nchner Osten, Heim f?r Fl?chtlinge und Asylbewerber.

Ali ist 16 Jahre alt und kommt aus dem Irak, aus einem kleinen Dorf in der N?he von Kirkuk.
Seit zwei Jahren lebt er in M?nchen. Er wohnt gemeinsam mit 34 anderen jugendlichen Fl?chtlingen in einer Wohngruppe, die von der Caritas betreut wird. Seine Eltern hat er auf der Flucht nach Deutschland verloren, er wei? nicht wo sie sind, ob sie noch am Leben sind. Ali hat Tr?ume und Sehns?chte, er will lernen, er will leben. ??Ich m?chte gerne KfZ-Mechaniker werden, mein eigenes Geld verdienen und hier in Deutschland bleiben." Er spricht gut Deutsch, im Sommer will er den Hauptschulabschluss machen.

Ali hat Gl?ck gehabt, sein Asylantrag wurde best?tigt und er konnte von der Caritas bei "Fl?b&s" (Fl?chtlinge in Beruf und Schule), dem Schulprojekt der M?nchner Volkshochschule f?r jugendliche Fl?chtlinge, untergebracht werden.
Dort hat er Deutsch gelernt, dort will er seinen Abschluss machen.
Den meisten jugendlichen Fl?chtlingen aus dem Irak ergeht es anders, das wei? Bettina Pereira vom Sozialdienst f?r Fl?chtlinge von der Caritas.
"Die Jugendlichen kommen hier an, sie sind voller Erwartungen. Im Normalfall k?nnen sie aber nicht in die Schule gehen oder arbeiten, dann sind sie der Gefahr des Nichtstuns ausgeliefert. Es kommt schon mal vor, dass einer auf die schiefe Bahn ger?t."
Beim Stadtjugendamt sieht man sich durch die Situation irakischer Jugendlicher in M?nchen vor einige Probleme gestellt.

Aus diesem Anlass wurde f?r den 14. M?rz ein Expertenhearing einberufen, dort sollen Erfahrungen ausgetauscht werden. Experten von Refugio, der Arbeiterwohlfahrt und dem Jugendamt sollen sich gegenseitig beraten.
Viel am Verhalten der Jugendlichen sei durch ihre prek?re Lebenssituation erkl?rbar, meint Hubertus Schr?er, Leiter des Stadtjugendamts in M?nchen.
"Diese jungen Menschen sind stark traumatisiert, sie kommen alle aus Gewaltsituationen. Hier in Deutschland f?llt es ihnen dann oft schwer, die Autorit?t unserer Mitarbeiter zu akzeptieren, was wiederum f?r uns sehr problematisch ist. Auch der p?dagogische Zugang zu den Jugendlichen aus dem Irak ist besonders schwer."

F?r Stadtrat Hans Wolfswinkler (CSU) war die Einberufung des Expertenhearings Grund genug, einen Antrag zu stellen. Langfristig m?chte Wolfswinkler erreichen, dass irakische Jugendliche wieder abgeschoben werden k?nnen.

Er sieht keinen Grund mehr f?r einen Abschiebestopp: "Die rechtlichen Voraussetzungen sind doch da, es herrscht kein Krieg und kein B?rgerkrieg mehr. Warum sollte man die nicht auch zur?ckschicken?"

Ali will auf gar keinen Fall zur?ck in den Irak, dorthin, wo Chaos herrscht und t?glich Menschen sterben.
"Im Irak habe ich gar nichts. Meine Familie ist weg, ich habe dort niemanden, kein zu Hause."

Christiane Jekeli

Quelle: S?ddeutsche Zeitung, Nr. 46, 24. Februar 2006, Seite 47

24.2.06 19:50





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